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Karies-Risiko-Test

Da die Karies eine multifaktorielle Erkrankung darstellt, ist es zur Einschätzung des individuellen Kariesrisikos eines Patienten wenig sinnvoll, einzelne Parameter isoliert zu bewerten. Um eine diagnostisch fundierte Aussage treffen zu können, sollten möglichst viele Komponenten in die Beurteilung eingehen.

Die Bedeutsamkeit von Steptococcus mutans und Laktobazillen in der Ätiologie der Karies ist durch zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen gesichert.

Eine Frühdiagnostik der Karies erzeugenden Bakterien ermöglicht dem Zahnarzt, diese Entwicklung mit Hilfe von Stoffen zu beeinflussen, die diese Bakterien effektiv und langfristig sicher reduzieren, wie zum Beispiel mit Chlorhexidin.

Der Karies-Risiko-Test ermöglicht die Bestimmung der vier wichtigsten Speichelparameter:

  • Streptococcus-mutans-Konzentration
  • Laktobazillen-Konzentration
  • Salivationsrate
  • Pufferkapazität

Wann soll man testen?

Generell sind Speicheltests in jeder Altersgruppe sinnvoll, da nur so eine exakte Ermittlung der Risikofaktoren ermöglicht wird. Wichtigster Grundsatz ist ein frühzeitiges Handeln, um irreparable Schäden bereits vor deren Entstehung zu verhindern.

Als besonders wertvoll werden Speichel-Tests für folgende Bevölkerungsgruppen eingestuft:

  • bei Müttern und Schwangeren zur Bestimmung des Übertragungsrisikos
  • bei Kleinkindern zur Abklärung einer Infektion
  • bei Kindern und Jugendlichen zur Identifizierung von Risikopatienten
  • bei Erwachsenen im Rahmen der Individualprophylaxe
  • bei Erwachsenen vor umfangreichen prothetischen Sanierungen
  • bei Kindern und Erwachsenen zur Kontrolle der Mundhygiene
  • zur Dokumentation des Behandlungserfolges

Zusätzlich zur Auswertung wird immer eine allgemeine Therapieempfehlung erstellt.

Der Speicheltest wird für uns von dem Labor erl International BV erstellt.