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Haltungsanalyse

Eine vom Orthopäden diagnostizierte Beinlängendifferenz oder ein Beckenschiefstand sind häufig die Folge einer Kiefergelenkserkrankung. Auch der umgekehrte Weg ist möglich. Eine vom Zahnarzt falsch genommene Bissnahme oder erhöhte Zahnfüllungen können Auswirkungen am Skelettsystem und im Bereich der Gelenke haben. Vor einer zahnärztlichen Therapie sollte daher bei Problempatienten eine Haltungsanalyse durchgeführt werden. Hierbei wird der Zusammenhang zwischen Bisslage und Gesamtstatik ermittelt. Die Beschränkung der Behandlung auf akut erkrankte Bereiche reicht nicht aus, um dem Patienten in seiner Komplexheit gerecht zu werden. Zunächst wird die Körperhaltung aus verschiedenen Perspektiven beurteilt und Fehlhaltungen in verschiedenen Ebenen erfasst. Dann erfolgt eine Untersuchung der Halswirbelsäule zum Erkennen eventueller Blockierungen. Erst jetzt kann entschieden werden, ob zuerst der Zahnarzt oder der Orthopäde tätig werden sollte. Unter Umständen muss eine endgültige zahnärztliche Korrektur bis zur Beendigung anderer Therapieformen zurückgestellt werden.