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PST Parodontitis-Risiko-Test

Wissenschaftliche Untersuchungen haben den engen Zusammenhang zwischen dem Schweregrad einer Parodontitis und der Konzentration lokaler Entzündungsmediatoren wie Interleukinen oder Tumor-Nekrose-Faktor Alpha ( TNF-α ) aufgezeigt.
Bei Anwesenheit von parodontopathogenen Markerbakterien in der Zahnfleischtasche reagiert das Immunsystem des Patienten u.a. mit der Bildung von Cytokinen, welche die Elimination dieser Keime bewirken soll.

Einer amerikanischen Forschergruppe gelang der Nachweis, dass ein erhöhtes Risiko , eine parodontale Erkrankung zu entwickeln, eng an das Auftreten einer bestimmten genetischen Konstellation des Interleukin-Genclusters gebunden ist. Eine überschießende Immunreaktion ist die Folge. Über den PST-Test kann diese schnell und einfach identifiziert werden. Zusammen mit anderen Risikofaktoren wie Rauchen, Diabetes und großen Mengen Parokeimen kann sofort die richtige Therapie eingesetzt werden.

Die Kenntnis des Interleukin-1-Genotyps lässt, in Kombination mit der Belastung und der Einbeziehung weiterer Risikofaktoren, eine fundierte Prognose des Krankheitsverlaufs und somit des Risikos eines weiteren Zahn- bzw. Attachmentverlustes zu. Auf dieser Basis ist der Zahnarzt in der Lage, eine individuelle, auf die Bedürfnisse des Patienten abgestimmte Therapie zu planen. Über- oder Unterbehandlungen werden weitgehend minimiert.

Indikationen für den PST-Test:

  • refraktäre, therapieresistente Parodontitis
  • akute, schnell verlaufende progressive Parodontitis
  • Neupatienten
  • Risikoeinschätzung vor aufwendigen Sanierungen

Ziel des PST-Tests:

  • die Identifizierung von Risikopatienten
  • die Dokumentation des Krankheitsverlaufs
  • die Einschätzung von Misserfolgen vor Implantationen
  • die Motivation des Patienten zur Intensivierung der Mundhygiene
  • Ggf. die Einstellung des Rauchens

Die Analyse des PST-Tests wird für uns von dem Labor erl International BV durchgeführt.